Beziehung statt Dauerermahnung
Warum Nähe wirksamer ist als ständiges Korrigieren: Erziehung beginnt im Kontakt
Viele Eltern erleben ihren Alltag als endlose Abfolge von Ermahnungen: Zieh dich an. Räum auf. Hör zu. Lass das. Je öfter wir korrigieren, desto weniger scheinen Kinder zuzuhören. Das ist kein Versagen – sondern ein Zeichen dafür, dass Beziehung zu kurz kommt.
Kinder kooperieren nicht, weil sie müssen, sondern weil sie sich verbunden fühlen. Beziehung ist der Boden, auf dem Erziehung wirkt. Ohne sie bleiben Regeln leer und Appelle verhallen.
Beziehung bedeutet nicht Nachgiebigkeit. Sie bedeutet, das Kind als Gegenüber ernst zu nehmen – mit Gefühlen, Bedürfnissen und eigener Sicht auf die Welt. Wer zuerst verbindet, muss später weniger ermahnen. Und wer gehört wird, hört auch eher zu.
Mario Körbler
IT-Unternehmer, Vater, Trainer, Buch-Autor



